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Feedback von Tom A. zum Segeltörn 2005

Hallo Crew!


Nachdem ich mich von den Anstrengungen des Erlebten erholt habe, kann ich nun ohne wenn und aber ein paar Zeilen schreiben und hoffe, dass diese nicht durch meine abgestorbenen Gehirnzellen bedingt durch 10stündiges intensives schaukeln, reiern,Meerwasserduschen bzw. div. Seven UP Saufgelage verfälscht werden.Zu aller Erst möchte ich mich bei Euch bedanken, daß ihr einen absoluten Segelerstklassler wie mich mitgenommen habt, der vor diesem Törn nicht wusste, dass man eine Hafenstadt auch zum Segeln benutzen kann. Etwas verunsichert durch diverse Fremdwörter aus der Segelsprache hab ich mich, so hoffe ich, doch ganz gut zurechtgefunden.Nach dem Auslaufen aus Biograd (eigentlich ein Wunder das wir dort heil angekommen sind "Scheibenwischerausfall bei 130km und Platzregen, bzw Boxenstopp in 450m bei Tempo 210 von Edi gggggg) hab ich mir gedacht - schlimmer kanns ja nicht mehr werden. FALSCH !!!!!!!!!!
Ihr musstet meine Kochkünste ertragen. Unter wiedrigsten Bedingungen - 3färbige Karotten-Spinat Spiralen und Dosensugo sowie 30 Packerlsuppen und 2000 Mannerschnittenpackerl (nicht zu vergessen: und das alles als Seven UP Containerschiff) haben wir doch ganz gut gegessen (würg). Bei diesen Zutaten konnte selbst Edi (liebe Grüße) nichts mit seinen Improvisationskünsten ausrichten.;-)
Nach diesem lukullischen Mahl (Knoblauch sowie Zwiebelgeruch inklusive) hat Skippy seine Qualitäten erstmals unter Beweis gestellt und uns durch 50 maliges umstellen des Schiffes eine ruhige Nach geschenkt. - DANKE!!!!!
Die nächsten Tage waren offensichtlich durch intesive Nahrungssuche der Crew - recht ruhig!

Schon sichtlich geschwächt, bedingt durch Lebensmittelmangel bzw. Seven UP Überschuß schmiß sich Skippy bewaffnet mit einer Taucherbrille in die rauhe See um uns wenigstens eine Boje zum Abendessen heraufzutauchen ( 20m Tiefe bei -10 Grad Wasser ggggg). Einzig die aus dem Nichts kommenden Tier-? Natur-? PVC-Schützer konnten durch weit überhöhte Fangprämien ein verspeisen der Boje verhindern. Wieder Nix.
Doch denn hat unser allseits beliebter und geschätzter aber scharchender Regattataktiker Peter (auch liebe Grüße) durch seine jahrelange Erfahrung in der Nahrungssuche in diesem Gebiet mit den Worten " in da näxten Bucht kenn i an guaten Wirten" den Tag gerettet. - VIELEN DANK!!!!!!
Geblendet durch diesen Nahrungsmittelüberschuß bzw gestärkt durch einen wieder funktionierenden Laptop wurden wir genötigt eine Animationsfahrt bei Vollmond mit Musik und erfrischenden Getränken zu unternehmen.
Eigentlich hatte ich gleich ein ungutes Gefühl, nachdem uns der "Wirt" mit den Worten - warum du fahren jetzt in Nacht ? Warum nicht schlafen auf Boot in Hafen und segeln morgen, versuchte aufzuhalten. Sie verhallten ungehört bei Windstärke 6.
Durch Skippy angetrieben verhallten die Worte der Nachbarcrew "Seits es Profis" ebenfalls in der Stille der Nacht.
Naja - mit vielen Glückwünschen sowie Blasmusik und Hulamädchen mit Blumenkränzen am Steg sind wir ausgelaufen, um in der sogenannten Hammerbucht gefangene Jungfrauen vor dem sicheren Tod zu retten, ungeachtet einer Schlauchwarze mit Aussenborder hinten dran.
Clemens, Michi,Edi sowie Skippy ließen bei stehender,haltender Frisur selbst 4 Uhr morgens keine Welle aus um ans Ziel zu kommen. An alle 3 ein herzliches DANKE!!!!! - I hab in der Zwischenzeit das Deck angereiert.
Und Ihr werdets nicht glauben - (für die die geschlafen haben) wir habens geschafft. Die Jungfrauen sind gerettet und alle sind glücklich und zufrieden - ausser ................... der Wirt???????
Unter Protest (wir wollen mehr,wir wollen mehr) skipperte uns Michi zu einem alten Freund aus längst vergangenen Tagen (aus dieser Zeit war wohl auch der Fisch) um wieder einmal , ihr werdets nicht glauben, zu essen.
Gesagt, getan - mit 20 Leinen angebunden (er wollte uns wohl nicht weglassen) 2 Murings backbord (jetzt lass i den Segler aussehängen) haben wir uns unter dem strengem Kommando des Wirtes fügen müssen. Am nächsten Tag - die Woche neigte sich langsam dem Ende zu, lief Peter zu seglerischen Höchstleistungen auf und wir sind mit alle Fetzen die wir hatten (als Sonnenschutz für Clemens) gekreuzt was das Zeug hielt.
Erschöpft und nach einer Pizza lechzend ( naja so ein Tag mit 48 Karlovacka is anstrengend) liefen wir in unserem letzten Hafen ein und stellten mit entsetzen fest das unser Seven Up Vorrat fast aufgebraucht und der Rotweinbestand bedenklich hoch war. Was tun ??????

Genau, Seven Up kaufen und Rotwein ausleeren.

Der Plan war gut aber die Realität holte uns ein. In der Pizzaria gabs keine Pizza, im Kaufhaus kein Seven Up und der Rotwein war warm.
Getrieben von Hunger ließen wir uns wieder einmal auf ein Abenteuer der besonderen Art ein. Essen mit Hindernissen. Pizza,Lasagne,Muscheln und Fleisch aus - was wollen essen ? waren die Worte des Wirtes.
Glorreiche Idee - Fischsuppe klingt doch recht passabel oder ? Die Ernüchterrung war groß als das Essen kam.
Nach heftigen Beschwerden von Thomas - DANKE!!!!! und mir rannte der Wirt in die Küche um uns den Fisch zu zeigen der einmal durch die Suppe geschwommen ist und anschließend in der Pfanne endete. Na supa! Offensichtlich hatte er Mitleid mit dem Fisch als das Wasser zu heiß wurde und er Brandblasen bekam. Verzeiflung machte sich breit (Ihr werdets nicht glauben aber wir haben sogar das Boot geputzt). Doch dann, die Rettung. Ein Dartautomat. Unter den ungläubigen Blicken der einheimischen Bevölkerung begannen wir dieses hochkomplizierte Spiel bei dem es darum geht einen Wurfgegenstand mit Spitze aus großer Entfernung in ein vordeffiniertes Ziel zu werfen. Offensichtlich kannten es die
Einheimischen noch nicht denn Ihre Blicke waren durch unsere Künste wie gebannt. Nach 4 Spielen in Serie die wir meisterlich absolvierten kamen sie schüchtern zu uns und wollten es ebenfalls probieren. Wir würdigten sie keines Blickes und ließen sie gewähren. Nach einiger Zeit wollten Sie doch tatsächlich (offensichtlich dem Wahn verfallen) einen Vergleichskampf mit uns. - LÄCHERLICH !!!!!!!!
Nur das plötzliche Auftauchen unseres Skippers mitten in der Nacht (er wollte wohl die Beziehung zu den Einheimischen nicht für folgende Törns vergiftet sehen) konnte unseren großartigen Sieg verhindern. Auf gut Deutsch - die Wastln haum uns nosgmacht bis auf die Unterhosn. - und wir haum a lokalrunde noch da aundern brennt. Naja wir tragens mit Fassung, oder Burschn ????????
Durch diese tragische Niederlage gezeichnet schlichen wir wieder aufs Boot und am nächsten morgen wortlos aus dem Hafen. I glaub de lochn heit no über uns. Den nächsten bzw. letzten Tag schlichen wir, noch gezeichnet durch die Niederlage, mit gestrichenen Segeln Richtung Biograd wo die Reise begann. Selbst Clemens konnte uns mit den Worten "auffe mit de Fetzn" nicht mehr motivieren.
Nur die anschließend Dusche sowie die lang ersehnet Pizza in Biograd konnte uns wieder aufbauen. Abschließend möchte ich mich für die vielen Erlebnisse ganz herzlich bei allen bedanken und den vielen zuhausegebliebenen eine Erkenntnis mitteilen:Eine Segelwoche ist kein Urlaub sondern harte,schwere Arbeit und wir sind alle froh wieder bei unseren Lieben zu sein.

Schiff ahoi und liebe Grüße Euer Tom.

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